Forschungsstand zu Sport und Bewegung (evidenz-basierte Medizin):

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"Turne bis zur Urne" (Prof. Dietrich Grönemeyer)

Ein körperlich aktiver Lebensstil verbessert die Gesundheit von Menschen in jedem Alter. Neben gesunden Menschen profitieren auch Erwachsene mit chronischen Erkrankungen von den positiven Effekten regelmäßiger Bewegung. Die aktuellen Empfehlungen lauten:

  • Jugendliche sollen eine tägliche Bewegungszeit von 90 Minuten und mehr in moderater bis hoher Intensität erreichen. 60 Minuten davon können durch Alltagsaktivitäten, wie z. B. mindestens 12000 Schritte/ Tag, absolviert werden. Die Rolle der körperlichen Aktivität und das Vermeiden von sitzenden Tätigkeiten für eine gesunde körperliche, psychosoziale und geistige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist unbestritten. So konnten positive Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und den Stoffwechsel nachgewiesen werden. Außerdem verbessern sich neben dem Selbstwertgefühl die motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die geistige Leistungsfähigkeit, der Bewegungsapparat sowie die Wahrscheinlichkeit von Übergewicht. Zusätzlich gibt es Hinweise, dass das Ausmaß an körperlicher Aktivität im Vorschulalter die Bewegungszeit im Erwachsenenalter positiv beeinflusst.
  • Erwachsene sollten mind. 150 min/Woche aerobe körperliche Aktivität mit moderater Intensität (z.B. 5 x 30 min/Woche) oder mind. 75 min/Woche aerobe körperliche Aktivität mit höherer Intensität durchführen (oder eine Kombination aus beidem). Dabei sollten zusätzlich muskelkräftigende körperliche Aktivitäten an mindestens zwei Tagen pro Woche durchgeführt und lange, ununterbrochene Sitzphasen gemieden und nach Möglichkeit  regelmäßig mit körperlicher Aktivität unterbrochen werden. Durch regelmäßige körperliche Aktivität lässt sich das Gesamtsterblichkeitsrisiko erheblich senken und die Lebensqualität steigern.
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Im Alltag traininern...

Bereits kleine Änderungen im Alltag reichen aus:

  • Nutzen Sie die Treppe.
  • Gehen Sie mehr Strecken zu Fuß.
  • Unterbrechen Sie längeres Sitzen durch Bewegung (z.B. bei Fahrten mit dem Bus oder Zug, am Arbeitsplatz, in Warteraum).
  • Gehen Sie in den Arbeitspausen spazieren.
  • Pflegen Sie den Garten.
  • Spielen Sie mit Kindern, Enkeln, Freunden, Bekannten.
  • Jedes Mal, wenn Sie sich hinsetzen, stehen Sie direkt noch einmal auf!

 

Bitte beachten Sie:
Allgemeingültige Empfehlungen können nie das Gespräch hmit einem Arzt ersetzen. Deswegen wenden Sie sich bei Unklarheiten bitte stets an Ihren betreuenden Arzt.

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